• Karl Sehling
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    Ukraine und EZB-Geldpolitik: Bauzinsen steigen relativ schnell –

     

    Der Krieg in der Ukraine treibt die Energiepreise und damit die Inflationsraten. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte mit einer strafferen Geldpolitik. Das hat auch Auswirkungen auf das Baugeld: Die Zinsen für Immobilienkredite steigen vergleichsweise schnell, berichten Experten.

    Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert auf das Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik zu. Der Leitzins bleibt vorerst bei null Prozent, doch die milliardenschweren Anleihekäufe sollen schneller gedrosselt werden als bisher geplant. Der EZB-Rat reagierte mit den Beschlüssen auf die anhaltend hohe Inflation, die durch den Krieg in der Ukraine zusätzlich angeheizt wird. Wann die Zinsen im Euroraum nach jahrelangem Rekordtief wieder steigen werden, ließ die Notenbank bei ihrer Sitzung am 10. März in Frankfurt am Main aber offen.

    „Wir erwarten nach der Entscheidung steigende Zinsen für 2022, vor allem aufgrund der anhaltenden Inflation“, sagt Mirjam Mohr, Vorständin beim Kreditvermittler Interhyp.

    Bauzinsen schneller gestiegen als erwartet

    Die Bauzinsen sind Mohr zufolge seit Jahresbeginn stärker und schneller gestiegen als von vielen Experten erwartet. Innerhalb von zwei Monaten erhöhten sich die Zinsen laut einer Auswertung der Interhyp AG unter den Angeboten von mehr als 500 Kreditinstituten von einem Prozent auf mehr als 1,6 Prozent Anfang März für zehnjährige Immobilienkredite – also um mehr als sechs Zehntelprozentpunkte.

    „Wenn wir auf die vergangenen zehn Jahre zurückschauen, sind die Bauzinsen zu keinem Zeitpunkt so schnell und so stark gestiegen wie in den ersten Wochen 2022“, so Mohr höhere Konditionen im Jahresverlauf seien wahrscheinlich. Treibender Faktor für den Konditionsauftrieb ist die Inflation, die nach Schätzung des Statistischen Bundesamts im Februar in Deutschland bei 5,1 Prozent lag.

    Der Krieg in der Ukraine wird vor allem Gas-, Öl und Rohstoffpreise weiter in die Höhe treiben – und damit auch die Inflationsraten. Die EZB hat ihre Inflationsprognose 2022 für den Euroraum erheblich nach oben korrigiert: Von 3,2 Prozent auf 5,1 Prozent. 2023 soll die Teuerungsrate bei 2,1 liegen, bisher ging die Notenbank von 1,8 Prozent aus. Im Februar erreichte die Inflation in der Währungsunion mit 5,8 Prozent einen neuen Rekordwert.

    Q: Haufe News 11.03.2022 Immobilienkredite

     

    Über den Autor

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      Karl Sehling

      Inhaber Karl Sehling Volljurist: Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Wahlfach Wirtschaftsrecht , u.a. Kreditsicherungsrecht, Erstes und Zweites Juristisches Staatsexamen. Immobilienspezialist: Zusatzausbildung im Immobilienwesen und Jahrgangsbester im Kurs für den Immobilien-Kaufmann bei Dipl.-Kfm. Florian Buchner, Landshut. Selbständiger Immobilien-Makler bei einer mittelständischen Hausbau- und Immobilien-Vermittlungs-Firma im Schwäbischen. Schulung der Kolleginnen und Kollegen in Grundstücksangelegenheiten, insbesondere Grundbuchsachen, das neue Mietrecht u.a. Eigenes Maklerbüro in der Gemeinde Vaterstetten; Regionale Schwerpunkte München, Landkreis Ebersberg, Landkreis München (Ost), Landkreis Dachau.