• Karl Sehling
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    Die Bundesregierung will den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren und raus aus der Gas-Abhängigkeit von Russland. Das betrifft auch den Immobiliensektor. Bei Heizungsanlagen soll der Fokus künftig auf Wärmepumpen und Wärmenetzen liegen. Wie wirtschaftlich ist die klimafreundliche Technologie?

    Zum 1.1.2025 soll jede neu eingebaute Heizung auf Basis von 65 Prozent erneuerbarer Energien betrieben werden. Experten sind optimistisch, dass das bei Wärmepumpen gelingt – sie gelten als besonders klimafreundlich beim Heizen in Gebäuden, wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt.

     

    Wann arbeitet eine Wärmepumpe wirtschaftlich?

    Wichtige Kennzahl ist eine möglichst hohe Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe. Sie gibt Auskunft über die Effizienz des Heizsystems. Eine Jahresarbeitszahl von vier bedeutet beispielsweise, dass die Heizanlage vier Kilowattstunden Wärme mittels einer Kilowattstunde elektrischer Energie bereitstellt. „Je höher die Jahresarbeitszahl ist, je geringer die benötigte Vorlauftemperatur und je höher der Einsatz zusätzlicher erneuerbarer Energien ist, desto wirtschaftlicher läuft die Wärmepumpe“, fasst Co2online-Experte Steinfeldt zusammen.

    Seiner Ansicht nach ist es schwierig und aufwändig, aber nicht unmöglich, auch einen Altbau aufzurüsten. Dabei komme es auf den energetischen Zustand des Gebäudes an: „Das Haus muss gut gedämmt sein und möglichst eine Fußbodenheizung haben. Schön wäre es auch, wenn ein Pufferspeicher vorhanden wäre.“

    Seit dem 1.1.2020 fördert die Bundesregierung den Einbau klimafreundlicher Heizungen wie Wärmepumpen mit einem Investitionszuschuss: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) vergibt einen Zuschuss von 35 Prozent der förderfähigen Kosten im Neubau und in der Modernisierung. Tauscht man im Bestand eine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe aus, sind es sogar 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Auch die Kosten für die Erschließung der Wärmequelle, etwa Erdbohrungen, werden übernommen.

    Außerdem gibt es verschiedene regionale Töpfe. Der Bundesverband Wärmepumpe bietet einen Förderrechner online an – auch Co2online hat einen Fördermittel-Check.

     

    Quelle Haufe News 08.03.2022 Energiepolitik

     

    Über den Autor

    • Über den Autor

      Karl Sehling

      Inhaber Karl Sehling Volljurist: Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Wahlfach Wirtschaftsrecht , u.a. Kreditsicherungsrecht, Erstes und Zweites Juristisches Staatsexamen. Immobilienspezialist: Zusatzausbildung im Immobilienwesen und Jahrgangsbester im Kurs für den Immobilien-Kaufmann bei Dipl.-Kfm. Florian Buchner, Landshut. Selbständiger Immobilien-Makler bei einer mittelständischen Hausbau- und Immobilien-Vermittlungs-Firma im Schwäbischen. Schulung der Kolleginnen und Kollegen in Grundstücksangelegenheiten, insbesondere Grundbuchsachen, das neue Mietrecht u.a. Eigenes Maklerbüro in der Gemeinde Vaterstetten; Regionale Schwerpunkte München, Landkreis Ebersberg, Landkreis München (Ost), Landkreis Dachau.