• Karl Sehling
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    Seit Frühjahr 2021: Deutliche Kaufpreisanstiege in Augsburg, München und Fürth

    Im Herbst 2021 bewegte sich die Preisspirale in Bayern weiter nach oben; die Kaufpreise für Wohnimmobilien verzeichneten deutliche Zuwächse. „Die Corona-Pandemie hat somit zu keinen grundlegenden Veränderungen auf dem Kaufimmobilienmarkt geführt, zumindest zu keinen sinkenden Preisen,“ resümierte für den IVD Süd Prof. Stephan Kippes. „Im Gegenteil: die stark eingeschränkte Marktdynamik während des Lockdowns kehrte in den darauffolgenden Monaten rasch zurück. Fehlende Immobilienangebote und eine sehr hohe Nachfrage prägen aktuell zunehmend die vielerorts prekäre Situation.“

    Die höchsten Preiszunahmen der aktuellen Erhebung wiesen im bayerischen Durchschnitt neuerrichtete Eigentumswohnungen mit +6,3 % sowie Reihenmittelhäuser/Neubau mit +5,0 % auf.

    Im Marktsegment Häuser (Bestandsobjekte) kam es gegenüber der vorherigen IVD-Erhebung zu spürbaren Preisanstiegen: Einfamilienhäuser (+3,9 %), Reihenmittelhäuser (+4,3 %) und Doppelhaushälften (+4,0 %).

     

    München: Bestands-Eigentumswohnungen steigen in einem halben Jahr um 10,4 % / Hohe Nachfrage

    Trotz der negativen Einflüsse der Pandemie auf den Arbeitsmarkt konnte nach Ansicht des IVD keine Veränderung der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien festgestellt werden. Der Run auf Wohnimmobilien setzt sich weiter fort. Ein weiterhin deutlich spürbarer Nachfrageüberhang treibt das ohnehin extrem hohe Preisniveau in der Landeshauptstadt auch in der aktuellen IVD-Erhebung weiter an.

     

    Alle Segmente des Münchner Wohnimmobilienmarktes zeichnen sich durch eine sehr hohe Nachfrage aus. Die Preisanstiege fielen im Herbst 2021 teilweise im zweistelligen Bereich aus. Lag die Teuerungsrate aller untersuchten Objekttypen im Frühjahr 2021 im Durchschnitt bei +3,8 %, hat sich diese im Herbst 2021 auf +8,7 % mehr als verdoppelt.

    Dabei haben die Preise vor allem bei den Neubauobjekten, sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Häusern, stark angezogen. Dies ist auf die in den vergangenen Jahren enorm gestiegenen Grundstückspreise sowie Baukosten zurückzuführen.

    Bei neuerrichteten Reihenmittelhäusern stieg das Preisniveau im Vergleich zum Frühjahr 2021 um beachtliche +12,0 %, bei Doppelhaushälften um +11,8 %. Bestandsobjekte verteuerten sich um +7,1 % bzw. um +10,1 %.

    Verzeichneten Eigentumswohnungen noch im Frühjahr 2021 die geringsten Preiszunahmen, kletterten die Preise bei diesem Objekttyp im Herbst 2021 bei Bestandobjekten um +10,4 % und bei neuerrichteten Wohnungen um +11,6 % deutlich in die Höhe.

    Das ohnehin schon enorm hohe Preisniveau bei Einfamilienhäusern hat sich um weitere +5,0 % nach oben bewegt und zum ersten Mal die 2 Mio. \-Marke überschritten. Ebenfalls um jeweils +5,0 % nahmen die Preise bei Baugrundstücken für Einfamilienäuser sowie für den Geschossbau zu.

    Quelle: Nach Pressemitteilung Nr. 88 des IVD Süd über Marktbericht „Wohnimmobilien Kaufobjekte Bayern Herbst 2021“

     

    Über den Autor

    • Über den Autor

      Karl Sehling

      Inhaber Karl Sehling Volljurist: Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Wahlfach Wirtschaftsrecht , u.a. Kreditsicherungsrecht, Erstes und Zweites Juristisches Staatsexamen. Immobilienspezialist: Zusatzausbildung im Immobilienwesen und Jahrgangsbester im Kurs für den Immobilien-Kaufmann bei Dipl.-Kfm. Florian Buchner, Landshut. Selbständiger Immobilien-Makler bei einer mittelständischen Hausbau- und Immobilien-Vermittlungs-Firma im Schwäbischen. Schulung der Kolleginnen und Kollegen in Grundstücksangelegenheiten, insbesondere Grundbuchsachen, das neue Mietrecht u.a. Eigenes Maklerbüro in der Gemeinde Vaterstetten; Regionale Schwerpunkte München, Landkreis Ebersberg, Landkreis München (Ost), Landkreis Dachau.